Wie macht man einen Krimi? (Anm. der (Internet)-Redaktion.: So besser nicht!!!)
Man nehme zunächst eine Idee: Fortsetzungskrimi nach Tagblattmodus. Im Schwäbischen Tagblatt (Tübinger Lokalteil) war im Sommer 1995 ein Fortsetzungkrimi erschienen, bei dem die Redaktion die erste Folge vorgegeben hatte , worauf engagierte Leser über mehrere Wochen hinweg jeden Tag eine neue Folge schrieben.
Dann schreite man zur Durchführung: Dazu überzeuge man einen Deutsch GK, doch einmal für das Abiblatt auch etwas in der Art zu versuchen - und schreibe eine erste Folge. Anschließend warte man auf das Wunder, und siehe da, auch Schüler und Schülerinnen, die normalerweise von Hausaufgaben wenig halten, setzen sich nachmittags zusammen, um eine Fortsetzung zu erstellen.
Das Ergebnis? "Die Tote im Chemiesaal" nach Vorstellung des GK Deutsch/Kü (P. S.: Gewisse Ähnlichkeiten sind selbstverständlich beabsichtigt.)
"Warum hat man gerade mich mit diesem Provinzfall beauftragt?" Unzufrieden verließ Horst Erdmann das LKA in Stuttgart, stieg in sein Auto, quälte sich in der Hauptverkehrszeit mühsam aus dem Stuttgarter Kessel heraus, ertrug wenig später ungeduldig die Baustellen auf der B 27 und brauchte bis Hechingen, um sich mit dem neuen Fall einigermaßen anzufreunden. Die Balinger Kollegen hatten beim LKA um Hilfe nachgesucht - und Erdmanns Chef hatte die Hilfe zugesagt, weil man bei der Toten ein leeres 3-Kilo-Päckchen gefunden hatte, in dem noch Reste von Heroin sichergestellt werden konnten.
Seit einiger Zeit schon hatte es in der Stuttgarter Szene Gerüchte gegeben, daß im Zollern-Alb-Kreis ein neuer Drogenring entstehen sollte. Diese Tote konnte ein Indiz dafür sein, daß die Gerüchte mehr waren als das übliche Szenegerede. Aber warum war das Päckchen mit Heroin gerade im Balinger Gymnasium aufgetaucht? Und wie war die unbekannte Tote in den Chemiesaal gekommen? Weshalb war sie gerade dort ermordet worden? Schüler eines Chemiegrundkurses und ihr Lehrer hatten sie am Morgen bei Schulbeginn gefunden.
In Balingen angekommen, beschloß Erdmann zunächst einmal die Schule anzuschauen. Der Zweckbau auf einer Anhöhe verursachte ihm wenig Behagen: Da sein Gymnasium ähnlich ausgesehen hatte, erinnerte er sich beim Anblick der Balinger Schule an die zahlreichen Niederlagen seiner eigenen Schullaufbahn. Vor allem in Deutsch war er selten über 5 Punkte gekommen. Aber zweistellige Punktzahlen waren in diesem Fach ohnehin nur für den lieben Gott und die Lehrer bestimmt. In der Pausenhalle standen diskutierende Schülergruppen, der Raucherhof am Ende der Halle war offenbar den älteren Schülern vorbehalten. Hier mußten wohl auch diejenigen zu finden sein, die die Leiche entdeckt hatten. Eigentlich hätte Erdmann gleich mit den Befragungen anfangen können, doch er konnte sich nicht dazu entschließen. So entschied er, sich zunächst auf der Balinger Polizei genau mit dem Fall vertraut zu machen und Frau Breitholz, seine Balinger Assistentin, kennenzulernen. ...
Er machte sich also auf zum Polizeirevier. Dort stellte man ihm seine Assistentin vor: Kriminalkommisarin Edda Breitholz. Schon auf den ersten Blick war sie Erdmann unsympathisch. Sie hatte ihre Haare zu einem strengen Zopf zusammengefaßt, und ihre dicke Hornbrille betonte ihre etwas zu groß geratene Nase. Dazu begrüßte sie ihn etwas zu laut und zu freundlich. "Auch das noch", dachte Erdmann, "da schickt man mich nicht nur in die Provinz, nein, hier bekomme ich auch noch eine solche Assistentin!" Aber es half ja nichts, er mußte sich bemühen, mit ihr auszukommen. Freundlich, aber mit einer gewissen Distanz, begrüßte er sie: "Mein Name ist Horst Erdmann. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit." Frau Breitholz schien seine Reserviertheit nicht bemerkt zu haben. Sie plapperte munter drauflos und erzählte, wie sehr ihr die Lösung dieses Falls am Herzen liege. Sie schlug vor, am Abend die Kneipen der Balinger Jugend aufzusuchen, da dort am ehesten die Chance bestehe, die älteren Schüler des Gymnasiums anzutreffen. Jedoch vergaß sie nicht zu erwähnen, wie widerlich sie diese kleinen, verrauchten, mit Menschen vollgestopften Räume fand. Erdmann stellte sich vor, wie Frau Breitholz mit von Rauch tränenden Augen inmitten der Menschen stehen würde. Diese Vorstellung erheiterte ihn ungemein - und so machte ihm der Gedanke, die Ermittlungen zu beginnen, plötzlich doch Spaß. Bereitwillig ließ er sich die Kneipen aufzählen, die zu besuchen waren: Sonne, Bären und Südbahnhof. Erdmann und Edda Breitholz beschlossen, ihre Ermittlungen gegen 21. 00 Uhr im Sonne-Keller zu beginnen.
Dort war es wie jeden Freitag brechend voll, und ein mutiger Kellner, ebenfalls angehender Abiturient, versuchte, allen Wünschen der Gäste gerecht zu werden. Erdmann sah sich genauer um. Überall saßen Jugendliche. Einige hatten das Alter, die Oberstufe zu besuchen, andere hingegen schienen ihm etwas zu jung, sich in diesem Lokal aufzuhalten. Frau Breitholz begann schon nach kurzer Zeit zu hüsteln und sich die Augen zu reiben. Verstohlen betrachtete Erdmann sie aus den Augenwinkeln. Sie ging zielstrebig auf eine Gruppe 18-20-jähriger zu und setzte sich an deren Tisch. Erdmann folgte.
Die sieben jungen Leute schauten die beiden Beamten sehr skeptisch an, woran Erdmann sofort erkannte, daß er wohl doch zu alt für diesen Laden war. Er ließ sich aber nicht abschrecken und sprach die Gruppe an. Diese schien ihn aber einfach zu ignorieren, so daß er sich gezielt auf seinen Nebensitzer konzentrierte. Dessen Reaktion war ein forsches: "Häääh?!?" Der ihm gegenüber Sitzende sprach ihn an. Er trug Birkenstock, ein Weizen stand vor ihm. Mit seinem schwäbischen Akzent, den er wohl weder unterdrücken wollte noch konnte, sagte er: "Wa wolln Sie denn do?" Erdmann entschloß sich zu Offenheit und klärte die Gruppe über seine Tätigkeit auf. Sofort wurden die Schüler interessiert, seinen Fragen zum Fall wichen sie jedoch aus. So kam man offensichtlich auch nicht weiter. Irgendwie mußte zunächst das Eis gebrochen werden. Also sagte Ermann zu Edda Breitholz, die die ganze Zeit stumm neben ihm gesessen hatte: "Jetzt probieren wir es einmal anders. " Erdmann orderte bei dem jungen Kellner "was man hier eben so trinkt." ...
Am nächsten Morgen wachte Erdmann mit dröhnendem Kopf in einem fremden Zimmer auf. Edda Breitholz kam mit einem Morgenmantel bekleidet ins Zimmer. "Horst", sagte sie, "wie geht es dir denn heute?" Erdmann schaute nur verdutzt und war sich seiner Lage nicht bewußt. Nach einem kurzen Schweigen wollte er aus dem Bett aufstehen, doch zu seinem Erstaunen stellte er fest, daß er nur sehr dürftig bekleidet war. Edda ging lächelnd hinaus.
Erst allmählich erinnerte sich Erdmann an seine Ermittlungen im Sonne-Keller der letzten Nacht. So war bei den Gesprächen unter anderem herausgekommen, daß sich die Drogenszene in Balingen innerhalb der letzten paar Wochen vergrößerthatte, vor allem in Sachen Heroin.
Mittags auf dem Polizeirrevier verkündete Edda Breitholz, daß es inzwischen gelungen sei, die Tote zu identifizieren. Es handele sich um eine schwangere Reli-Lehrerin der Balinger Abendschule. Ihr Name sei Walburga Kowalszki. Bei der Obduktion sei festgestellt worden, daß sie an einer Kopfverletzung gestorben sei. Die Wunde am Kopf sei jedoch untypisch für eine Sturzverletzung und rühre wohl von einem stumpfen Gegenstand her. Es handele sich also, wie bereits angenommen, um Mord.
Nach diesen Neuigkeiten beschloß Erdmann, seine Ermittlungen intensiver durchzuführen. Obwohl ihm der "kleine Ausrutscher" der vergangenen Nacht äußerst peinlich war, verabredete er sich gegen 20 Uhr mit seiner Assistentin im Bären.
Schon eine Viertelstunde vor der verabredeten Zeit fand er sich im Bären ein, der noch zeimlich leer war. Sofort fiel ihm eine Gruppe junger Erwachsener auf, die heftig zu diskutieren schienen.
Nachdem er sich vorgestellt hatte, schien es ihm, als würde ein ungefähr 25jähriger Mann am Nebentisch schnell das Lokal verlassen.
Erdmann erkundigte sich bei den Schülern, ob sich jemand zur Tatzeit, also am Donnerstag gegen 19 Uhr, zufällig in der Schule aufgehalten habe. Ein circa 19jähriger Hornbrillenträger mit lichtem Haar meldete sich: "Da ich am Donnerstag dank meiner liebenswürdigen Deutschlehrerin alle Minuten, die ich während der beiden Abijahre zu spät gekommen bin, nachholen durfte, verließ ich erst gegen 18 Uhr die Schule. Dabei hörte ich aus dem Chemiesaal einen lauten Streit. Um was es ging, habe ich aber nicht mitbekommen."
Aus dem Gespräch fand Erdmann weiter heraus, daß die Schule schon einmal in die Schlagzeilen geraten war: Vor knapp einem Jahr waren aus dem Informatikraum sämtliche Computer geklaut worden.
Plötzlich ging ein Raunen durch die Menge. Durch die Schwingtüre trat eine attraktive Schwarzhaarige mit wilder Mähne. "Hallo Horst", hauchte sie über ihre roten Lippen. "Hast du dich von der gestrigen Nacht erholt?" Nur die überdurchschnittlich große Nase ließ erahnen, daß es sich bei diesem schwarzen Engel um Edda Breitholz handelte. ...
Da Erdmann spürte, wie ihm das Blut in den Kopf schoß, versuchte er, vom Thema abzulenken: "Ist Ihnen vor dem Lokal etwas Verdächtiges aufgefallen?" Sichtlich enttäuscht über seine distanzierte Antwort erwiderte Edda Breitholz kühl: "Außer daß mich unweit der Tür ein junger Mann beinahe über den Haufen gerannt hätte, gibt es eigentlich nichts Neues. ... Nebenbei, bedeutet dir die letzte Nacht gar nichts mehr?" Sie völlig ignorierend, stürzte Erdmann an ihr vorbei zur Tür hinaus mit der Absicht, die Verfolgung des jungen Mannes vom Nebentisch doch noch aufzunehmen. Obwohl schon gut fünf Minuten vergangen waren, seit der junge Mann den Bären verlassen hatte, hatte Erdmann Glück im Unglück und sah ihn mit einigen anderen Männern auf der gegenüberliegenden Straßenseite um die Ecke verschwinden. Rasch nahm er die Verfolgung auf und sah gerade noch, wie die Gruppe in einer Kneipe namens "Südbahnhof" verschwand. Als er eintrat, entdeckte er die besagte Gruppe an einem Tisch in der hinteren Ecke. Die Männer hatten ihren Verfolger offenbar nicht bemerkt, denn sie diskutierten heftig. Möglichst unauffällig versuchte er, am Nebentisch Platz zu nehmen. Durch die Wortfetzen, die Erdmann verstehen konnte, kam er zu dem Schluß, daß es sich bei den jungen Leuten um Dealer handeln mußte. Plötzlich sprang einer der Männer auf. Dabei blieb er an der Tischkante hängen, zerriß sich die Hose und verlor ein kleines, weißes Päckchen, das nun unübersehbar auf dem Boden lag. Die Männer sprangen auf, und Erdmann spürte den Blick des ca. 25jährigen auf sich ruhen, der ihn offenbar nun wiedererkannt hatte. Erdmann wußte, daß er etwas gesehen hatte, das er nicht hätte sehen sollen - und er war sich bewußt, daß nun schnelles Handeln gefragt war. Da die mutmaßlichen Dealer Anstalten machten, die Kneipe zu verlassen, zog er seine Dienstwaffe und forderte sie mit lauter Stimme auf: "Hände hoch und keine falsche Bewegung! Sie sind alle verhaf..." In diesem Moment spürte er einen harten Schlag auf den Hinterkopf; es wurde dunkel um ihn herum.
Als er wieder zu sich kam, befand er sich im Freien. Um ihn herum wimmelte es von Polizisten, die Anweisungen gaben. Im Mittelpunkt stand Edda Breitholz, die Erdmann in einiger Entfernung gefolgt war und - ihre Chance witternd - Verstärkung angefordert hatte. Obwohl Erdmann der Schädel noch gehörig brummte, durchschaute er die Absicht der Breitholz schnell, die einem Reporter des ZAK bereits das erste Interview gab. In einigen Wörtern, die er aufschnappen konnte, bekam Erdmann mit, daß sie sich rühmte, die Festnahme der Dealer herbeigeführt zu haben. Dabei entging ihm ihr hämisches Grinsen in seine Richtung nicht. Insgeheim schwor er Rache. ...
Als Erdmann am nächsten Morgen in seinem Hotelzimmer aufwachte, wagte er kaum, die Zeitung aufzuschlagen. In dicken, scharzen Buchstaben prangte es ihm entgegen: DROGENRING IM ZAK AUSGEHOBEN. MORD IM CHEMIESAAL WAHRSCHEINLICH GEKLÄRT. Gleich darunter stand: Die leitende Beamtin Breitholz sagte zu unseren Reportern: "Nach langer, zäher Ermittlung ist es mir endlich gelungen, den Drogenring auffliegen zu lassen. Dabei bin ich auch auf Hinweise gestoßen, daß die Tote im Chemiesaal des Gymnasium Balingen Opfer eines bandeninternen Strafkommandos geworden ist. Mit Geständnissen in dieser Angelegenheit rechnen wir in den nächsten Tagen."
Deprimiert warf Erdmann die Zeitung aufs Bett und fing an, seine Sachen zu packen. Hier hatte er nichts mehr zu suchen. Die Breitholz würde den Fall auch ohne ihn zu Ende bringen. Da klingelte das Telefon. Als sich eine hörbar gut aufgelegte Edda Breitholz am Apparat meldete, war er zunächst so überrascht, daß es ihm die Sprache verschlug. "Hallo Horst, wie geht es dir, schmerzt dein Kopf noch sehr? Du, das wegen gestern tut mir leid. Ich konnte aber einfach der Chance nicht widerstehen, etwas für meine Karriere zu tun, um endlich diesem Kaff zu entfliehen. Was hälst du davon, wenn ich dich als Entschädigung heute abend zum Dinner einlade?" Nach einer kurzen, unschlüssigen Denkpause gewann der Gedanke an Eddas wundersame Verwandlung doch Oberhand - und Erdmann sagte zu.
Nach einem entspannenden Einkaufsbummel im Einkaufszentrum M. City klingelte er pünktlich um 20. 00 Uhr bei Edda Breitholz. Schon als sie ihm im schulterfreien, nachtblauen Abendkleid die Tür öffnete, wußte er, daß es kein Fehler gewesen war, die Einladung anzunehmen. Nach einem exquisiten Candle-Light-Dinner und ein paar Gläsern Champagner machten sie es sich gemütlich und...XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX (leider vom Rektorat zensiert)
Als er einige Zeit später Zigarette rauchend diese angenehme Erschöpfung genoß, während sie, den Kopf auf seiner muskulösen Schulter, mit rotlackierten Fingernägeln mit seiner üppigen Brustbehaarung spielte, wurden die Stille durch das Schrillen des Telefons jäh unterbrochen. Nur mit einer seidenen Decke umhüllt, lief Edda aus dem Zimmer und Erdmann hörte, wie sie sagte: "Einer so überparteilichen, so unabhängigen Zeitung mit einem so kurzen Namen gebe ich gerne ein Interview."
Seiner chronischen Blasenschwäche (mit Attest!!!) nachgebend, stand Erdmann auf, wobei er ungeschickterweise die Nachttischlampe umstieß. Als er sie aufheben wollte, erregte ein zusammengefalteter Zettel, der aus dem Boden der Lampe gefallen war, seine Aufmerksamkeit. Er faltete ihn auf und las:
"Sehr geehrte Frau Breitholz,
Sie kennen mich nicht, aber ich kenne Sie. Ich bin die Freundin von Vladimir Molotow, dem Al Capone Balingens, dem Sie neulich in dem gewissen Etablissement T. versucht haben, eine größere Anzahl Computer zu verkaufen. Wir beide wissen, daß das die gestohlenen Computer aus dem Gymnasium sind. Meinem Freund war die Ware noch zu heiß, aber ich glaube, daß es einige Herren sehr interessieren würde, welche Geschäfte sie als Kriminalbeamtin betreiben. Da wir beide wohl kein unnötiges Aufsehen erregen wollen, schlage ich vor, daß Sie mir 50.000 DM in kleinen, unmarkierten Scheinen übergeben, damit es mir leichter fällt, diese Sache zu vergessen. Als neutralen Übergabeort schlage ich das Gymnasium vor, da ich als Lehrerin der Abendschule sowieso einen Schlüssel habe.
Hochachtungsvoll. Ihre Walburga Kowalszki"
Plötzlich war ihm alles klar: Edda Breitholz steckte hinter dem Mord - und die Spur mit den Drogen hatte sie selbst gelegt, um den wahren Sachverhalt zu verschleiern. Aber beweisen konnte er nichts.
"Oh nein, Horst!" Er drehte sich um. Vor ihm stand Edda Breitholz. "Ich hatte keine andere Wahl", sagte sie, "sie wollte mich ruinieren. Ich hatte die 50.000 schon zusammengekratzt, aber sie wollte noch mehr. Ich habe gehofft, daß das Heroin von mir ablenken würde." Während sie schluchzend in seine Arme sank, sagte Erdmann: "Tut mir leid Schätzchen. Zieh dich an. Wir fahren aufs Revier."
Endlich war der Fall glücklich gelöst und die Formalitäten erledigt. Da es aber zu spät war, um in der Nacht noch zurückzufahren, beschloß Erdmann, sich noch einen Drink zu genehmigen und setzte sich dazu an die fast leere Hotelbar: "Einen Wodka Martini bitte, gerührt, nicht geschüttelt."