Ihr Zugang zur WEBERcloud

Als Kunde von Weber eBusiness Services haben Sie einen Zugang zu Ihrem persönlichen WEBERcloud-Verwaltungsbereich. In diesem greifen Sie bequem online auf alle Ihre Server- bzw. Webspace-Einstellungen zu und verwalten Ihre E-Mail-Adressen. Außerdem erhalten Sie Einsicht in Ihre Besucherstatistiken und den aktuellen Ressourcenverbrauch. Sofern Sie Ihre Daten zum WEBERcloud-Login nicht zur Hand haben, helfen wir gerne.

WEBERcloud-Login

Passwort vergessen?
Bitte geben Sie zum Ändern Ihres Passwortes Ihre E-Mail-Adresse ein.

/ Pressebericht

Außendienst-Anbindung -

Fallbeispiel Murrelektronik

Weltweit wissen, was in Oppenweiler auf Lager ist. Wie kann man sicherstellen, dass Vertriebsmitarbeiter in aller Welt, egal ob in China, Brasilien oder der Schweiz, jederzeit genau wissen, welche Produkte die Konzernmutter noch auf Lager hat, wie die aktuellen Preise lauten oder was aktuell produziert wird? Eine Lösung dafür hat die Murrelektronik GmbH in Oppenweiler zusammen mit ihrem Dienstleister, dem Balinger eBusiness-Systemhaus Weber eBusiness Services GmbH, gefunden.

Zum Vergrößern bitte anklicken

Internet statt Telefon

Das 1975 in Oppenweiler gegründete Unternehmen hat sich auf Steckverbinder, Automatisierungs-, Interface- und Entstörtechnik sowie Netzgeräte spezialisiert und unterhält für den Vertrieb ein weltweites Netz von Vertretern und Niederlassungen, das sich von Amerika bis Australien, von Chile bis China und von der Türkei bis nach Taiwan erstreckt. Dabei müssen alle Niederlassungen stets über den momentanen Lagerbestand aller 6.000 Produkte sowie die jeweils aktuellen Preise informiert sein.

Vor der Einführung einer entsprechenden Online-Anbindung an die Zentrale blieb beispielsweise einem Vertriebspartner in Brasilien, der eine Anfrage von einem Kunden bekam, ob und in welcher Stückzahl ein bestimmtes Netzgerät gerade lieferbar sei, nur eine Möglichkeit, nämlich: Anruf mit dem Kunden beenden, in Deutschland anrufen, nachfragen und den Kunden zurückrufen. Für die Zentrale in Oppenweiler war dieses Prozedere mit erheblichem Aufwand und beträchtlichen Kosten verbunden, da sie entsprechend Personal allein für Auskunftstätigkeiten beschäftigen musste und die Mitarbeiter zudem über entsprechende Fremdsprachenkenntnisse verfügen mussten. Auch die Telefongebühren waren hoch - ganz zu schweigen davon, dass die Niederlassungen in unterschiedlichen Zeitzonen arbeiten und allein schon deswegen eine durchgehende Erreichbarkeit kaum zu gewährleisten war: Rief der brasilianische Kollege am Freitag Vormittag brasilianischer Ortszeit in Oppenweiler an, waren die deutschen Kollegen bereits im Wochenende - die Anfrage blieb also drei Tage liegen.

Die Kosten blieben im vierstelligen Euro-Bereich

Diesem Problem Abhilfe verschaffen sollte eine internetbasierte Software-Lösung, die den jeweiligen Vertretungen und Vertriebspartnern den tagesaktuellen Zugriff auf die Warenwirtschaftssysteme der deutschen Zentrale garantierte. Dies realisierte der bereits vor vier Jahren damit beauftragte Dienstleister, die Weber eBusiness Services GmbH, zum einen über ein Web-Interface, in das sich Mitarbeiter in aller Welt per Nutzername und Kennwort einloggen können und dann Zugriff auf das Warenwirtschaftssystem haben. Zum anderen wurde eine Download-Möglichkeit umgesetzt, die den täglichen Abgleich der Lager- und Produktionsstände sowie Reservierungen, Preise und Mengenstaffelungen im Warenwirtschaftssystem zwischen Vertriebsbüro und Zentrale erlaubt. Dafür hat das Balinger Systemhaus eine Exportschnittstelle für das Warenwirtschaftssystem realisiert und mit einem Web-Server verbunden. Dieser leitet die online eingehenden Anfragen der Vertriebspartner an das Warenwirtschaftsystem weiter und die entsprechende Antwort des Systems zurück an den Anfragenden. Zwei Firewalls passen auf, dass kein unbefugter Nutzer plötzlich Zugang zu dem Warenwirtschaftssystem von Murrelektronik erhält.

Nach zwei bis drei Monaten Vorlauf und einer dreimonatigen Umsetzungsphase war das Projekt fertiggestellt - und das zu verhältnismäßig geringen Kosten, die sich noch im vierstelligen Euro-Bereich bewegten. Bei Murrelektronik in die Umsetzung miteingebunden war neben der Geschäftsleitung und der EDV-Abteilung auch der Vertrieb, der die spezifischen Anforderungen an die Lösung definierte. Im Rahmen des Projekts, so erzählt Jürgen Weber, Gründer von Weber eBusiness Services, stellte neben dem Sicherheitsaspekt vor allem der weltweite Rollout die Verantwortlichen vor Herausforderungen. Zwar brauchten im Grunde alle Vertriebsniederlassungen nur einen Internet-Zugang sowie einen SSL-fähigen Internet-Browser, aber gerade in ostdeutschen Ländern beispielsweise war dies 1997 noch keine Selbstverständlichkeit.

In Polen dauerte es damals noch ein halbes Jahr, bis ein beantragter Online-Anschluss auch wirklich von den dort ansässigen Telekommunikationsunternehmen bereitgestellt wurde. Auch unterschiedliche IT-Systeme und Internet-Browser mussten überwunden werden. Schließlich war es in manchen Orten auch nicht ganz einfach, die Vertriebsmitarbeiter umzuerziehen - sie griffen weiterhin lieber zum Telefon, statt sich via Internet die benötigten Informationen zu beschaffen. Geregelt hat Murrelektronik das Problem ganz einfach, indem die Firma den Telefon-Support Stück für Stück nach unten schraubte und so ihre Partner und Vertretungen an das Medium Internet gewöhnte.

Return on Investment nach zwei Monaten

Trotz der kleinen Probleme hat sich die Investition für das Oppenweiler Unternehmen schon nach zwei Monaten gerechnet. Die Entlastung des Personals war signifikant. Nachdem die Lösung mittlerweile schon vier Jahre im Einsatz ist, hat Weber eBusiness Services nun den Auftrag bekommen, kleine Schwachpunkte im System auszumerzen: So soll beispielsweise das Fehlerhandling verbessert werden: Wenn das System keine aktuellen Lagerbestände holen kann, sollen künftig Warnmeldungen an den Administrator verschickt werden - bislang blieben solche Fehler weitgehend unbemerkt, der Nutzer erhielt einfach die älteren Daten. Die Benutzerrechtevergabe soll ebenfalls neu geregelt werden. Konnten bisher mehrere Mitarbeiter eines Vertriebsbüros mit einem Kennwort auf das System zugreifen, wird die Rechtevergabe nun auf Mitarbeiter-Ebene geregelt. Auf diese Weise kann Murrelektronik bei dem Verdacht des Missbrauchs genau nachvollziehen, welcher Mitarbeiter wann welche Daten abgerufen hat.

Auch wird das System dahingehend erweitert, dass nicht nur die Lagerbestände in Deutschland abgerufen werden können, sondern genauso die von sämtlichen Niederlassungen weltweit. Auf diese Weise müssen beispielsweise Teile, die gerade irgendwo auf der Welt benötigt werden und in einem anderen Teil der Welt noch in hohen Stückzahlen auf Lager sind, nicht neu produziert werden. In der Zukunft soll Jürgen Weber und sein Team die Lösung so ausbauen, dass die Niederlassungen nicht nur Abfragen tätigen, sondern auch gleich die Bestellung auslösen können.

Allerdings hat Murrelektronik sein Warenwirtschaftssystem vor einem Jahr auf SAP umgestellt. Und Abfragen oder Auftragserfassungen direkt im SAP-System benötigen den Erfahrungen von Jürgen Weber zufolge hohe Ressourcen. "Ihre SAP-Server müssen fit sein", meint Weber. "Das bedeutet hohe Hardware-Investitionen. Hinzu kommt bei SAP ein aufwändiges Customizing."

© Copyright 2002 ebigo.de. Autor: Daniela Patrzek